Die Heuschrecken kommen – Ende der Einzelpraxis in Sicht?

Seit Jahren war abzusehen, dass das als „Heuschrecken“ apostrophierte Konglomerat aus Kapitalgesellschaften, Finanzinvestoren und Private-Equity-Firmen, die auf der Suche nach lukrativen Investments in diversen Branchen Ausschau halten, irgendwann auch das Gesundheitsweisen für sich entdecken.

Nicht aus Nächstenliebe, sondern wegen der wie in kaum einer anderen Branche zu erwartenden hohen Renditen. Hinzu kommt, dass das „Dentalbusiness“, so berichtete bereits vergangenen Sommer die „Handelszeitung“, ein relativ konjunkturunabhänger Markt ist – ideal also für ein langfristiges strategisches Engagement.

Zurzeit liefern sich verschiedene Investoren ein Rennen um den Titel „größte Zahnarztkette Europas“. Auf den vorderen Plätzen die britische Gruppe Carlyle mit der Kette „My Dentist“ und rund 450 Standorten in Großbritannien und der in staatlicher Hand befindliche Anbieter Oasis mit immerhin noch 300 Standorten. Dann die niederländische DentConnect-Gruppe mit 220 Praxen. Aber auch die in Zürich beheimatete „Colosseum Dental Group“, der „zahnmedizinische Ableger“ der Jacobs Holding, spielt jetzt mit hohem Einsatz mit.

Bereits im vergangenen Jahr ging Colosseum auf große Einkauftour und übernahm kleinere Anbieter in der Schweiz, in England, Italien, Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark. Damit verfügt der Investor in insgesamt sieben Ländern Europas bereits heute über stattliche 230 Kliniken mit bereits jetzt 1.000 Zahnärzten. Was bislang im Portfolio fehlte: Standorte in Deutschland. Aber das, so das Magazin „Der Spiegel“, ändert sich gerade. Man sei in Deutschland zurzeit „mit vielen Zahnärzten im Gespräch“, zitiert der „Spiegel“ eine Sprecherin der Colosseum Dental Deutschland.

 

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Quelle: dzw.de

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